Der Qualitätsbericht - Bestätigung für gute Arbeit und Rückmeldung zur Weiterarbeit
Die folgende Zusammenfassung können Sie hier im pdf-Format downloaden
Vom 19. bis zum 21.05.2008 begleiteten zwei Qualitätsprüfer der Bezirksregierung Düsseldorf den Schulalltag der Christian Morgenstern Schule mit dem Ziel, die Qualität unserer schulischen Arbeit zu beurteilen.
Qualitätsanalyse
Mit dem Schulgesetz vom 27. Juni 2006 wurde diese Qualitätsanalyse NRW als zentrales Instrument zur Entwicklung und Sicherung der Qualität von Schulen in Nordrhein-Westfalen landesweit eingeführt. Das Anliegen ist, alle Schulen in Nordrhein-Westfalen in ihrer Eigenverantwortung zu stärken, detaillierte Informationen als Planungsgrundlage bereitzustellen und den Schulen durch die entsprechende Rückmeldung nachhaltige Impulse für ihre Weiterentwicklung zu geben.
Gegenstand der Qualitätsanalyse sind sechs Qualitätsbereiche
- Ergebnisse der Schule
- Lehren und Lernen - Unterricht
- Schulkultur
- Führung und Schulmanagement
- Professionalität der Lehrkräfte
- Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
Diese sechs Bereiche sind in 28 Aspekte gegliedert, die wiederum in 153 Qualitätskriterien konkretisiert sind.
Zu jedem Aspekt wurden jeweils vier Bewertungsstufen entwickelt, die den Entwicklungs- stand der Schule abbilden.
Die Schulen erhalten in der Regel zu allen Qualitätsaspekten eine Rückmeldung. Aussagen zu den Standort- und Rahmenbedingungen der Schule werden in den Qualitätsbericht aufgenommen.
Schulbesuch
Während des drei Tage dauernden Schulbesuchs fanden leitfadengestützte Interviews mit der Schulleitung, dem Kollegium, dem Schülerparlament , der Elternschaft, Vertretern der Stadt Ratingen sowie mit Personal der OGS und statt.
Die Prüfer beobachteten zudem 22 Unterrichtseinheiten und begutachteten die Dokumente, die Aufschluss über die Qualität der Arbeit an der Christian Morgenstern Schule geben.
„Beachtenswerte Ergebnisse“
Generell stellten die Prüfer folgendes fest:
„Die GGS Christian Morgenstern befindet sich in einem Prozess der Weiterentwicklung und weist dabei beachtenswerte Ergebnisse auf. Die Schule zeigt in 21 von 25 zu bewertenden Qualitätsaspekten zum Teil deutliche Stärken.“
In 10 von 25 bewerteten Kriterien wurde uns eine vorbildliche Qualität bescheinigt.
„Die GGS Christian Morgenstern setzt den Bildungs- und Erziehungsauftrag verantwortungsbewusst um.
Sie reflektiert ihre pädagogische Arbeit kritisch und entwickelt diese weiter. Dabei berücksichtigt die Schule die konkreten Lernbedingungen der Kinder, achtet auf die Umsetzung bewährter Traditionen, greift innovative Ideen auf, setzt sie um und bezieht das schulische Umfeld und den Lebensraum in den Unterricht und das Schulleben mit ein.“
Nicht nur Lernort sondern Lebensraum
„Mit ihren gestalteten Fluren und Klassenräumen wirkt die GGS Christian Morgenstern einladend. Die Schule dokumentiert innerhalb des Lebens- und Lernraums Schule ihr Selbstverständnis vom ganzheitlichen Lernen mit allen Sinnen.“
Weiterhin wurde positiv herausgestellt, dass die Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und die Einheit von Erziehung und Unterricht erklärte Leitziele der Christian Morgenstern Schule sind. Die erfolgreiche, beispielgebende Erziehungsarbeit der Lehrkräfte wurde wahrgenommen und fand innerhalb der Interviews eine Bestätigung.
Kooperation und Organisation, vorbildliche Führung
Damit eine Schule erfolgreich arbeiten kann, müssen über die inhaltlich pädagogische Arbeit hinaus das Zusammenspiel aller und die Organisation des täglichen Unterrichts reibungslos funktionieren.
Das Qualitätsteam bewertete die Anstrengungen, die organisatorischen und kollegialen Absprachen, sowie die daraus resultierenden verbindlichen Vereinbarungen zur Vermeidung von Unterrichtsausfall als beispielhaft.
Es hat die Kommunikation in der Schule als freundlich, kollegial, offen und angenehm erfahren. Es beobachtete das Bestreben, Konflikte und Probleme wahrzunehmen, zu thematisieren, zu reflektieren und effiziente Lösungsansätze zu finden.
Die Führung der Schule durch die Schulleitung wurde als sehr professionell beschrieben.
Individuelle Förderung als Stärke erneut bestätigt
Nicht überrascht hat das Ergebnis, dass die Christian Morgenstern Schule als Schule mit dem „Gütesiegel individuelle Förderung des Landes NRW“ auch diese erneut als Stärke von den Prüfern bestätigt bekam.
Was ist zu verbessern?
Natürlich gibt es auch Bereiche, die weiterzuentwickeln sind.
Qualität dauerhaft aufrecht erhalten zu können funktioniert nur, wenn gute Vorgehens- weisen standardisiert und dokumentiert werden.
Betroffen ist zum einen der Bereich „schulinternes Curriculum“ (Erklärung dazu im Anhang Ziffer 1).
Dieser sollte durchgängiger formuliert werden.
Die Prüfer hätten sich gewünscht „aktives Lernen der Schüler“ häufiger direkt sehen zu können. Es wurde beobachtet, dass die Voraussetzungen, die die Schüler dazu benötigen in hohem Maße entwickelt sind, ebenso wies die gestaltete Lernumgebung darauf hin. Leider führten zu viele ´nicht beobachtbare Situationen` zur Abwertung.
„Das Schulprogramm“ (Erklärung dazu im Anhang Ziffer 2 im Anhang) liegt nicht in befriedigendem Maße vor. Aussagen dazu liest man an unserer Schule z. B. noch in der Informationsbroschüre, in der Haus- und Hofordnung, auf der Web-Seite.
Verbesserungen planen
Die Schule wertete den Bericht in ihren verschiedenen Gremien aus und formulierte auf dieser Grundlage in der Schulkonferenz am 21. September 2008 entsprechende Ziele. Später werden diese als verbindliche Zielvereinbarung durch die zuständige Schulaufsicht bestätigt.
Wie geht es weiter?
Die umfangreichste Arbeit wird in den nächsten Jahren sein, unser Curriculum an die neuen Richtlinien und Lehrpläne, die seit August 2008 in Kraft sind, anzupassen. Die Hinweise im Qualitätsbericht, in welcher Weise die einzelnen ´Bausteine` dieses Curriculums aufeinander zu beziehen sind, werden uns dabei helfen.
In einem Team von Eltern und Kollegen wird das Schulprogramm so zusammengestellt, dass es der u. g. Definition entspricht.
Weiterhin wurde in der Schulkonferenz festgelegt, dass alle Eltern die Möglichkeit haben, den vollständigen Bericht in der Schule einzusehen.
Abschließende Gedanken
Wir wollen, aufbauend auf die uns ausgewiesenen Stärken, unser Schulprogramm so weiter entwickeln wie es den verabredeten pädagogischen Grundsätzen der Christian Morgenstern Schule entspricht.
Anhang: Definitionen
1 Die lateinische Bezeichnung Curriculum
('(Ver-)Lauf') steht für den Lehrplan. In diesem Plan werden die Inhalte, die Lernziele, die Leitungsbewertung und die organisatorischen Strukturen festgehalten.
2 In einem Schulprogramm werden grundlegende Werthaltungen der Schule, ihre "Philosophie" festgehalten. Es handelt sich um kurze einprägsame Formulierungen, die der Öffentlichkeit einen ersten Eindruck von den zentralen Zielvorstellungen und Prinzipien vermitteln soll, an denen sich die schulische Arbeit und das Zusammenleben in der Schule orientiert. Wichtige Inhalte sind auch die fachlichen und überfachlichen Angebote, die von der Schule bereit gestellt werden. Besondere Beachtung verdienen dabei Besonderheiten der Schule (z. B. spezielle Schwerpunkte und Unterrichtsangebote), die sie von anderen Schulen unterscheiden. Auch Informationen über Lage der Schule, das Schulgebäude und die Ausstattung der Schule, statistische Angaben (z. B. über die Größe der Schule), historische Daten gehören dazu.

Christian-Morgenstern-Schule